Hochzeitspecial

Die Hochzeitssaison 2019 nimmt so langsam wieder Fahrt auf. Die Brautpaare planen wie wild und bereiten sich auf den schönsten Tag im Leben vor. Ich selber habe 2017 geheiratet und unsere Vorbereitung auf den großen Tag war eher unspektakulär und lief ungefähr so ab: Hochzeitstorte: Mögen wir nicht. Feuerwerk: Brauchen wir nicht. Spielchen: Wollen wir nicht. Junggesellenabschied: Um Gottes Willen! Brautstraußwerfen: Mache ich nicht.
Damit waren schon mal einige (teure) Punkte auf der Liste direkt abgeharkt. Doch trotzdem hatten wir eine ganz genauere Vorstellen was sein darf, ja sogar soll und vor allem was muss.

Ich hatte einfach genug vom ganzen Chi Chi, rosa Glitzer und vor allem von Tüll. Tüll ist ja echt Geschmackssache aber „ich möchte gerne einmal im Leben eine Prinzessin sein“, erzeugt bei mir echt Brechreiz. Wenn ihr eine Prinzessin seid und Kate oder Meghan heißt, dann dürft ihr das gerne auch am Tag eurer Hochzeit ausleben. Wenn nicht, würde ich dringend dazu raten ihr selbst zu bleiben. Das macht vieles einfacher, nicht zuletzt der Gang zur Toilette ohne 3 Meter Schleppe.

Kopfschmuck im Shop erhältlich

Brautkleid: Mein Kleiderkauf war eben so schnell entschieden wie die Überzeugung keine Hochzeitstorte haben zu wollen. Da fest stand, dass ich weder eine Prinzessin bin, noch sein will, konnten wir einen Großteil der Kleider links liegen lassen. Nicht zuletzt die Tatsache, dass mein Papa als Berater zur Seite stand, war die Sache in unter einer Stunde erledigt. Schlicht, weiß, elegant und sau bequem. Schnipp schnapp Schleppe ab und fertig war schon mal das Outfit des Tages. Auf dem Kopf drapierten wir irgendetwas was kein Schleier war. Aber etwas ausgefallenes. Am Ende fühlte ich mich nicht wie eine Prinzessin (gut so!) sondern eher wie die weiße Dame aus der Raffaello Werbung. Die Vorstellung gefiel mir.

Meine Schuhe waren gebraucht, hatten schon Hochzeitserfahrung und passten perfekt. Sie waren mir so bequem, dass ich auf Ersatzschuhe und Flip Flops für geschundene Füße verzichten konnte. Wieder ein Punkt von der Liste der unnützen Dinge gestrichen. Meinen Brautbeutel konnte ich im Übrigen aus der abgeschnittenen Schleppe herstellen, womit diese gut verwertet und das Accessoire perfekt zum Kleid passte. Ein weiteres Stück Schleppe wurde noch zum Einstecktuch für den Bräutigam umfunktioniert.

Ansonsten kann man sich bei der Planung der Feierlichkeiten eine Menge Stress machen, muss man aber nicht. Investiert in gutes Essen, viel Trinken, einen guten Fotografen und einen professionellen DJ. Schmeckt es euren Gästen und ist die Stimmung gut, vermisst keiner Spielchen, Feuerwerk und Torte. Ich empfehle euch vor Beginn der Planung ein tolles Buch von Thomas Süder:

Wenn ihr christlichen erzogen seid und kirchlich heiratet, dann ist die Trauung in meinen Augen der wichtigste Teil des Tages! Dadurch werdet ihr zu Mann und Frau und das ist es worauf es ankommt.
Ich finde das sollte man bei allem Glitzer, Torte und Feuerwerk nicht vergessen. Die meiste Zeit unserer Hochzeit hat die Vorbereitung und Gestaltung unserer Trauung beansprucht. Da ich schon als Jugendliche in der Kirche aktiv war, war es schon immer mein Wunsch meine Hochzeit so persönlich zu gestalten wie möglich. Texte, Lieder und Gebete waren alle passend und persönlich ausgesucht und haben eine Verbindung zu mir oder zu uns gehabt. Schon als Kind fand ich Gemeindegesang grausam, denn niemand traut sich so recht oder kennt die Lieder nicht. Wenn ihr nicht jämmerlich bei der dritte Strophe von „Ins Wasser fällt ein Stein“ vor dem Altar verrecken wollt, dann lasst dieses Lied gleich ganz weg oder sprecht einen Chor eurer Wahl an. In der Regel trauen sich die Sängerinnen und Sänger und kennen auch die Lieder. Alternativ oder zusätzlich (so wie bei uns) kann man dann noch einen örtlichen Musikverein engagieren, dessen Posaunen und Trompeten die Gemäuer wackeln lassen.
Und es ist tatsächlich der Gottesdienst auf den uns immer noch Musiker aus dem Orchester, Sangeskollegen aus meinem Chor, Freund und Verwandte ansprechen. „Eure Hochzeit war so schön, besonders die Messe war sehr imposant.“ Und ist es nicht schön, wenn dann doch am Ende das wichtigste des Tages hängen bleibt?

Achja… Honeymoon. Das ist sicher Geschmackssache. Es mag toll sein, nach einer Hochzeit direkt eine Reise zu unternehmen. Doch für mich stand von Anfang fest, dass ich meine teure Blumendeko nicht direkt entsorgen, sondern gerne noch eine Weile genießen möchte. Außerdem liebte ich es in den Bergen von Geschenken zu sitzen und einfach nur zu lesen, zu genießen und mich zu freuen. Die circa 150 Blumenvasen mit den Dahlien in dunkel lila und pink schmückten noch über eine Woche unsere Wohnung vom Flur, über Küche und Wohnzimmer bis über das Badezimmer zum Schlafzimmer. In so einem Blumenmeer ist man dann doch auch ein bisschen Prinzessin 😉

Ich gebe allen Bräuten und ihren zukünftig angetrauten Herren den Tipp: PERSÖNLICH und EINZIGARTIG – es ist euer Tag!
Und für alle, die etwas persönliches oder einzigartiges suchen, biete ich euch meine verschiedenen Varianten des Kopfschmuckes sowie die Bankdeko aus der Kirche an. Schaut mal im Shop vorbei.

Für alle, die ihre Brautschuhe geliebt haben und sich bei ihrem Anblick gerne an die durchtanzte Hochzeitsnacht erinnern, habe ich eine Idee wie ihr diese etwas aufpimpen könnt:

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