Das Kleiderschrankprojekt

So ihr Lieben… heute widme ich mich erstmalig einem neuen Thema auf meinem Blog. Wie ihr vielleicht auf Instagram und Facebook schon verfolgt habt, treibt mich die Corona-Zeit ständig an neue Dinge anzugehen, mein Leben zu entrümpeln und aufzuräumen. Weniger Dinge zu haben auf die man sich fokussiert bringt irgendwie mehr Klarheit auf das Wesentliche und bringt auch mehr Zeit sich neuen Dingen zu widmen.

In den letzten Wochen ist schon einiges passiert. Alles beginnt natürlich mit dem Entschluss etwas zu tun. Ich hatte die Nase voll davon einen ganzen Schrank voll nichts anzuziehen zu haben und jeden Morgen Ewigkeiten damit zu verbringen etwas zum Anziehen zu suchen in dem man sich dann doch nicht wohl fühlt.

Ich bin früher immer gerne shoppen gegangen, habe mich inspirieren lassen von den vielen neuen, farbenfrohen Kollektionen in den Geschäften. Ähnlich farbenfroh war dann irgendwann auch mein Kleiderschrank. Doch so recht zusammen passen tat dann am Ende auch nichts. Immer wider probierte ich mal Muster oder Blumen oder verspielte Stickereien. Alles gefiel mir gut, nur nicht an mir. Es war halt gerade Trend, aber irgendwie nicht meiner. Und so sammelte sich – wie wohl in vielen Kleiderschränken -eine ganze Menge Zeug was dann dort unglücklich sein Dasein fristete.

Seit dem Corona-Lockdown – also Mitte März war ich in keinem Geschäft mehr. Auch sonst habe ich in der Zeit keine Kleidung gekauft. Und irgendwie musste ich feststellen, dass man doch auch ohne ständige Neubeschaffung jeden Tag etwas an hat. Wahnsinn… Trotzdem war ich irgendwie unzufrieden mit all dem Plunder. Zu viel, zu bunt, zu unstrukturiert und überhaupt.

Also zurück zum Kleiderschrank… Mein Traum ist es nach wie vor eigene Mode im eigenen Atelier herzustellen und somit alles aufeinander abzustimmen. Jetzt war ein guter Zeitpunkt das Projekt in die tat umzusetzen. Ein Atelier musste also her. Dafür brauchte ich Platz. Also mistete ich meine 2,50 m Kleiderschrank, die Kommode und ein ganzes Regal voller Schuhe aus. Nach und nach leerten sich die Möbel und es gab Platz. Nachdem ich alles entsorgt und zur Kleiderkammer gebracht hatte konnte ich die Möbel abbauen und entsorgen. Den verbleibenden Schränke etwas umgestellt und es gab es so viel Platz im Raum, dass nun ein Schreibtisch für meine Nähmaschinen rein passte. Außerdem ist zu meinem Geburtstag die Frau Suse eingezogen – meine erste eigene Schneiderpuppe. In den letzten Wochen hat sich der Raum tatsächlich zu einem gemütlichen, kleinen Atelier verwandelt in dem ich mich nun ganz der Mode widmen kann. 

Nachdem ich also alles gründlich und gnadenlos aussortiert habe, habe ich meine Kleidung in zwei Jahreshälften aufgeteilt. Es gibt eine #capsulewardrobe für Frühjahr und Sommer und eine zweite für Herbst und Winter. Alle Herbst- und Winterteile sind zunächst mal in eine Kiste gewandert. Diese ist später dran. Im Schrank ist also nun ausreichend Platz für die Frühjahrs- und Sommermode.

Also ging es nun an den nächsten Schritt. Das Konzept: Stil, Farben, Schnitte. Alles nicht so, einfach… Der Prozess dauert eine Weile und ist auch bei mir noch nicht abgeschlossen. Farben und Formen ergeben sich nach und nach. Um euren Stil zu finden und erstmal Licht ins Dunkel zu bringen, kann ich euch „Das Kleiderschrankprojekt“ von Anuschka Rees empfehlen. Sie beschreibt Schritt für Schritt den Weg zu einem Kleiderschrank voller Lieblingsteile. 

Meine aktuelle Aufgabe ist es alles in Einklang zu bringen. Teile miteinander zu kombinieren. Sich für ein Farb- und Stilkonzept zu entscheiden. Über die Ergebnisse nehme ich euch in einem weiteren Beitrag mit. Zunächst suche ich passende Schnitte für fehlende Oberteile und die passenden Stoffe dazu. Doch dazu demnächst mehr.

Hier die Buchempfehlung zum Projekt… Wer gerne schreibt und notiert, für den gibt es auch noch ein passendes Workbook zum Projekt mit dem man sich Schritt für Schritt dem eigenen Stil nähern kann. Wer des englischen mächtig ist, der schaut mal bei Anushka Rees auf ihrem Blog vorbei: https://anuschkarees.com

Und hier ein kurzer Einblick in mein neues Atelier: