Zero waste

Brauchen wir diesen Müll wirklich?

Pro Kopf produzieren wir rund 490 kg Müll pro Person. Das macht für einen 2-Personen Haushalt knapp eine Tonne Müll. Stellt euch das mal vor. Was für ein riesen Haufen! Und stellt euch mal vor der Haufen Müll lagert vor eurer Haustür. Würden wir das auch noch wollen? Wie oft am Tag öffnen wir die Klappe unseres Mülleimers – bewusst oder unbewusst… und habt ihr mal darauf geachtet was ihr einkauft und wie das verpackt ist? Ich mache mir schon länger Gedanken darüber und habe auch schon einige Zero-Waste-Bücher gelesen. Doch bisher waren die Ansätze für mich persönlich einfach nicht umsetzbar. Das geht ja schon damit los, dass man zwar Bio Kosmetik kaufen kann, doch wie ist die verpackt? In Plastik. Genau! Und dann frage ich mich warum wir auf cleane Inhaltsstoffe achten wenn die Verpackung der reinste Müll ist. Das passt für mich nicht zusammen. Warum fangen die Hersteller nicht an ihre Produkte umweltfreundlich zu verpacken? Wir zahlen doch ohnehin schon gerne mehr für gute Produkte. Dann kann es doch bei der Verpackung nicht schon wieder scheitern.

Aber zurück zur Idee. Mal ganz realistisch gesehen ist es mir unmöglich meinen Haushaltsmüll von einem Jahr in ein Einmachglas zu verpacken. Es würde eine radikale Lebensumstellung nach sich ziehen. Und dazu müsste auch mein Mann mit machen. Und meine Arbeitskollegen. Und meine Freunde…. also gehen wir den Weg der kleinen Schritte. In einer Buchhandlung habe ich ein „Zero Waste“ Nähbuch entdeckt. Darin sind praktische Tipps zur Müllvermeidung. Das ist endlich der Ansatz den ich für das ganze Thema gesucht habe.

Ich starte im Badezimmer. Zunächst werde ich Einweg-Wattepads gegen selbst genähte Mehrwegpads tauschen. Nagellackentferner gibt es künftig im Glas mit einem Schwamm. Duschgel, Handseife und Shampoo nur noch in Seifenform. In der Küche werden wir Spültücher und Schwämme gegen Mehrweg ersetzen. Bodentücher zum Wischen werden aus alten Handtüchern gemacht. So kann man auch endlich mal alte Stoffreste verwerten. Zudem gibt es Beutel für Obst und Gemüse sowie für Brot und Brötchen. Eingekauft wird schon länger mit dem Korb statt mit Tüte. Und wenn eise Dinge alle umgesetzt sind sehen wir weiter. Mein Motto in der ganzen Sache „bloß nicht komisch werden.“ Es muss nicht alles von heute auf morgen passieren. Vielleicht ist auch nicht alles für uns praktikabel. Und hinzu kommt, dass ich zunächst alle vorhandenen Verbrauchsmaterialien erstmal aufbrauchen werde. Ist das passiert werde ich nach und nach probieren Selbstgemachte Putzmittel, Deo, Zahnpasta…. Dazu Berichte ich separat. Eins nach dem anderen… Auf geht’s! Zero waste your life…

P.S.: Sobald die Hitze vorüber ist setze ich mich an die Nähmaschine. Dann gibt es ein paar neue Produkte im Shop für ein müllfreies Leben. Seid gespannt.

Außerdem poste ich euch bald ein paar Lesetipps und Bücher zum Thema.

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